Lohnfortzahlung Übersicht


Lohnfortzahlung ist ein komplexes Thema. Je nach Situation – Krankheit, Unfall, Elternschaft, Betreuung von Angehörigen, Wahrnehmung von öffentlichen Ämtern oder gesetzlichen Pflichten – wirken andere gesetzliche und gelebte Grundsätze.

Wie viel Geld erhält der/die Arbeitnehmende für wie lange? Warum und ab wann dürfen infolge einer Absenz Ferien gekürzt werden? Wie ist die Lohnabrechnung aufzubauen?

Diese und weitere Fragen versucht lohnfortzahlung.ch in verständlicher Weise zu klären.

Das Projekt befindet sich aktuell (so lange dieser Satz hier steht) im Aufbau.

lohnfortzahlung.ch – Startseite «Lohnersatz bei Absenzen»

In bestimmten Situationen erhalten Arbeitnehmende in der Schweiz auch dann Lohn, wenn sie nicht arbeiten können. Es handelt sich dann aber nicht um «Lohn» sondern um «Lohnfortzahlung» oder «Lohnersatz«.

Lediglich 3 Artikel im OR bilden das Fundament des umfangreichen Themas «Lohnfortzahlung»:

  • OR 324 – Annahmeverzug des/der Arbeitgebenden
    Der/die Arbeitnehmende ist arbeitsfähig, kann aber den Arbeitsplatz nicht betreten oder es ist keine Arbeit vorhanden.
  • OR 324a – Grundsätze bei Verhinderung des/der Arbeitnehmenden
  • OR 324b – Ausnahmen bei Verhinderung des/der Arbeitnehmenden

Es versteht sich, dass mit diesen drei Artikeln kaum etas detailliert geregelt wird. Die meisten Einzelheiten sind deshalb in weiteren Normen (Gesetze, Verordnungen) sowie durch gerichtliche Praxis (Lohnfortzahlungsskalen Basel, Bern und Zürich) geregelt.

In jüngster Zeit wurde die Lohnfortzahlung teilweise ausgebaut, teilweise auch einfach etwas detaillierter im OR geregelt. Die Artikel OR 329f, OR 329g und OR 329h sind relativ jung und regeln die Lohnfortzahlung bei Mutterschaft, Vaterschaft oder bei notwendiger Betreuung von Angehörigen.

Dauert eine Absenz – auch eine unverschuldete – längere Zeit an, können die Ferien gekürzt werden. Die gesetzliche Grundlage dafür findet sich in OR 329b.

Und schliesslich sei noch OR 338 erwähnt, wonach der/die Arbeitgebende bei- bestimmten Gegebenheiten auch über den Tod des/der Arbeitnehmenden hinaus zur Lohnzahlung verpflichtet ist. Hierbei handelt es sich aber nicht um Lohnfortzahlung sondern um «Lohnnachgenuss«.

Die formelle Unterscheidung zwischen Lohn, Lohnfortzahlung und Lohnnachgenuss mag kleinkariert wirken, ist aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen jedoch wichtig und kann die Höhe von zu leistenden Zahlungen wesentlich beeinflussen.

Die Webseite lohnfortzahlung.ch ist ein privates Projekt. Sie gelangen auch auf diese Seite, wenn Sie im Browser «lohnersatz.ch» oder «lohnnachgenuss.ch» eintippen. Mein Ziel ist es, das Thema sowohl Arbeitgebenden wie auch Arbeitnehmenden verständlich vermitteln zu können. Sollten Sie Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich versuche, Ihre Frage zeitnah zu beantworten – da ich aber zwei Vollzeitjobs habe (Familie und Beruf), kann die Antwort mal ein paar Tage auf sich warten lassen.